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Sterilisation (Unfruchtbarmachung)

Besteht kein Kinderwunsch und sind Sie sich mit Ihrer Partnerin bezüglich Familienplanung einig, so kann der Samenleiter auf beiden Seiten durchtrennt werden,  um den Transport der Samen vom Hoden zu unterbinden. Nach einer entsprechenden ausführliche Aufklärung wird in einer lokalen Betäubung der Haut und des darunter liegenden Gewebes der Samenleiter auf beiden Seiten im Bereich des oberen Hodenansatzes aufgesucht und mit jeweils einem ca. 1 bis 1,5 cm langen Hautschnitt freigelegt. Er wird dann vom umliegenden Gewebe fein präpariert und ein ca. 2 cm langes Stück des Samenleiters abgetrennt. Die frei liegenden Enden mittels Strompinzette verkocht und mehrfach umgenäht.
Danach wird die Haut mit 1-2 Nähten wieder versorgt.
Die Chance ist somit extrem gering, dass beide Enden wieder aufeinander treffen und somit einen erneuten Samentransport ermöglichen.

Unmittelbar nach der Operation muss immer noch auf Verhütung geachtet werden. Erst wenn drei aufeinander folgende Spermaproben ohne Nachweis von Samenzellen sind,  können Sie ungeschützten Verkehr durchführen. Keine Angst, sie erleben beim Sex nach der OP alles so wie vorher und werden kaum Einschränkungen beim Orgasmus haben, da der Anteil der Samenzellen am Sperma vom Volumen her nur sehr gering ist und das meiste von der Prostata und den Samenbläschen gebildet wird.

Wenn Sie später  wieder eine Vereinigung der beiden Enden wünschen sollten, ist dies nur mit großem Aufwand in mikrochirurgischer Technik an speziellen Zentren möglich, deshalb sollten Sie sich absolut sicher sein, dass Sie diesen Eingriff wollen.

Die Sterilisationsoperation beim Mann wird durch die gesetzlichen Krankenkassen nicht erstattet und muss somit privat bezahlt werden.
Zu näheren Einzelheiten berate ich Sie gern.