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Chemotherapie

Die Chemotherapie ist eine spezielle Therapieform für meist fortgeschrittener, bösartiger Tumore. Bis auf eine Ausnahme in der Uroonkologie liegt das Ziel der Chemotherapie darin, das Leben der Patienten bei fortgeschrittenen Tumoren sowie akzeptabler Lebensqualität zu verlängern.  Dabei steht nicht unbedingt die Lebensverlängerung im Vordergrund, sondern auch die Lebensqualität während der Therapie. Nur bei Einsatz der Chemotherapie von Hodentumorpatienten besteht durch diese Behandlung eine extrem hohe Chance der kompletten Heilung!

Die Chemotherapie führe ich in der interdisziplinären onkologischen Ambulanz der Kreiskliniken Aschersleben jeden Dienstag durch. Die Infusion erfolgt dabei meist über eine Venenverweilkanüle über einen gewissen Zeitraum. Während dieser Zeit werden die Patienten intensiv von speziell geschultem Personal hochqualifiziert beobachtet und betreut.

Ist abzusehen, dass die Therapie über einen  längeren Zeitraum erforderlich ist, besteht die Möglichkeit, oberhalb der Brustregion unter der Haut ein sogenanntes „Portsystem“ einzupflanzen, es ist ein ambulanter Eingriff in lokaler Betäubung. Direkt unter der Haut liegt dann ein kleines „Näpfchen“ mit einer Membran an der Oberseite, die direkt an der Haut von innen anliegt. Dieses „Näpfchen“ ist mit einer Vene verbunden. Die kleine Erhebung an der Haut kann man sehen und das „Näpfchen“ lässt sich gut tasten. Mit einer Spezialkanüle wird durch die Haut und durch die Membran in das „Näpfchen“ hinein gestochen und so sind Blutentnahmen problemlos möglich, aber auch sehr sichere Infusionen von Medikamenten. Das ist besonders von Vorteil, wenn sehr viele Chemotherapie-Zyklen appliziert werden sollen, bei älteren Patienten und wenn die Blutvenen im Armbereich für die Infusionen nicht ausreichend sind. Zudem können bestimmte Zytostatika die Blutgefäße der Arme schädigen, so dass dieses Portsystem zudem eine sehr sichere Applikationsart ist.